Roman Kasperski

In den Weiten des Internets finden sich merkwürdige, belanglose, langweilige, bedenkliche und überflüssige Präsenzen en masse. Besonders was Sexualität angeht, vermeintliche Erotik, so wird man überschüttet von Angeboten, die austauschbarer und billiger kaum sein könnten. Ein Sinn für Ästhetik macht gespreizten Schenkeln platz, die Blicke jenseits jeglicher Schamgrenze gewähren. Schnappschüsse, verpixelte Brüste. Fliegenbeinige Wimpern offenbaren willige Blicke. Ästhetik sucht man vergeblich.

Anders ist die Kunst des Photographen Roman Kasperski. Seine Werke sind durchaus der Erotik verschrieben. Doch genau das sind sie auch: erotisch. Mal subtil, mal offensiv, doch nicht über ein Maß hinaus, welches die Grenze zwischen Erotik und Pornographie aufhebt. Seine Motive kitzeln den BDSM- und Fetisch-Bereich, zeigen schöne Menschen, ausdrucksstarke Gesichter und anregende Szenarien. Weiterlesen »

Man wird nicht mehr jünger

„Oh welch Erkenntnis!“ wird sich manch einer denken. Faktisch ist dies gewiss nichts neues, auch für mich nicht. Die emotionale Verinnerlichung stellte sich allerdings erst am Montag ein. Ja, denn am Montag stand mein Geburtstag an. Ein runder.

Ich bin jetzt 20. Jetzt ist es raus. -Zwanzig-

Ich wusste doch schon immer, das bloggen die beste Therapie ist. Nun habe ich es geschafft, ohne allzu lange zu zögern, mein jetztiges Alter auf zu schreiben. Das kostet Überwindung, irgendwie. Ich weiß eigentlich auch nicht recht wieso, 20 an sich ist ja kein Alter. Unter uns: Ich finde auch, dass man mit einer 3 vorne noch ziemlich jung ist! Es kommt einfach auch darauf an, wie man sich selbst gibt. Viele Leute machen sich ja auch älter als sie eigentlich sind.

Naja, meine Sorgen rühren auch nicht wirklich vom Alter her. Es geht mir nicht so sehr darum, dass ich älter werde. Ich habe jetzt natürlich noch keine Angst vor Falten und grauen Haaren oder sonstigen Begleiterscheinungen. Es geht mir viel mehr darum, dass nun eine Ära vorbei ist. Ich bin kein Teenager mehr. Ich bin keine Jugendliche mehr. Ich bin erwachsen, endgültig.

Es kommt plötzlich alles auf einander. Man beendet die Schule, hat dann Abitur, schreibt sich in der Hochschule ein, weiß überhaupt nicht mehr, was einen erwartet. Verlässt bekannte Gefilde, verlässt bekannte Strukturen. Was wird da kommen? In der näheren und vor allem in der ferneren Zukunft? Weiterlesen »

Aufklärung statt Abschreckung

Die liebe Mädchenmannschaft hat mich heute einmal wieder dazu gebracht, über einige Dinge nachzudenken. Mich einerseits in meine frühe Jugend zurück zu versetzen und andererseits den Fokus erneut auf ein großes Land jenseits des großen Teiches zu richten. Somit werde ich nun zwei Artikel zum gleichen Thema schreiben. Hat auch mal was.

Kann sich noch jemand an den Sexualkundeunterricht im Laufe seiner Schulzeit erinnern?

Ich schon. Im Großen und Ganzen wurde ich im Laufe meiner Schulzeit 3 mal aufgeklärt. Es begann in der Grundschule, in der 4. Klasse. Uns wurde graphisch gezeigt, wie unser eigener Körper aussieht, die inneren und äußeren Geschlechtsorgane heißen und funktionieren und uns wurde mitgeteilt, wie man Kinder zeugt, und wie man sich da gegen schützt. Ich glaube, uns wurde sogar die Funktion von Kondomen deutlich gemacht. Ja, wir waren alle 9 oder 10 Jahre alt. In Anbetracht aber der Tatsache, dass das Viertel, in welchem ich groß geworden bin, nicht das beste war, in Anbetracht der Tatsache, dass es bei uns doch einige Kinder gab, die in ihrem Leben schon des öfteren zumindest mit Pornographie in Kontakt geraten waren, halte ich die sexuelle Aufklärung, die ich schon während der Grundschulzeit erfahren habe, nicht für verfrüht. Wir hatten reichlich Anschauungsmaterial und Aufklärungsbücher zur Hand und wurden auch darauf aufmerksam gemacht, was es mit sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung auf sich hat.

Das zweite Mal aufgeklärt – im Rahmen der Schule – wurde ich in der 6. Klasse. Im Großen und Ganzen gab es im Verlauf des Unterrichts keinen Unterschied zur Grundschule, alles was dran kam wusste ich zumindest schon, neu war nur, dass wir detailierter auf den Prozess während einer Schwangerschaft ein gingen und wirklich präventiv war der Unterricht auch nicht. Aber was solls. Mein Gymnasium lag auch in einer wohl behüteten Gegend und allgemein ist es wohl ein Unterschied, wie die Sexualkunde bei uns von Schulform zu Schulform ausfällt.

Das dritte Mal war in der 9. Klasse bei einer schrecklich versoffenen Lehrerin. Es war pure Langeweile und eigentlich bestand die Sexualkunde aus den Mendelschen Regeln. Wir haben 3 Monate lang über die Kreuzung von Erbsen gesprochen und den Rest der Zeit ging es um Sexualkrankheiten, die ganz toll illustriert wurden. Mich graust es noch immer.

Aber spätestens mit 15 dann wussten alle, woher die Babys kommen, und wie man verhindert, welche in die Welt zu setzen.

In den USA schaut dies anders aus. Dank der Abstinenz-Kampagne. Wer mehr hierzu lesen will, der wechsel bitte in den Anderen Artikel: Abschreckung statt Aufklärung Weiterlesen »

Abschreckung statt Aufklärung

Die liebe Mädchenmannschaft hat mich heute einmal wieder dazu gebracht, über einige Dinge nachzudenken. Mich einerseits in meine frühe Jugend zurück zu versetzen und andererseits den Fokus erneut auf ein großes Land jenseits des großen Teiches zu richten. Somit werde ich nun zwei Artikel zum gleichen Thema schreiben. Hat auch mal was.

Sexualaufklärung in den USA schaut anders aus, als in Deutschland. Dank der Abstinenz-Kampagne.

Die Abstinenz-Kampagne wird von der US-amerikanischen Regierung stark finanziert. Bundesstaaten, welche diese Art der Sexualerziehung ablehnen, werden von der Regierung finanziell nicht gestützt. 2007 lehnten somit nur sieben der fünfzig Bundesstaaten die Abstinenz-Kampagne ab.

Wie Sexualkunde also in den USA ablaufen kann, illustriert der Artikel aus der Süddeutschen Zeitung:

Mädchen und Jungen einer Klasse stellen sich einander gegenüber, ein Pärchen steht ein wenig abseits. Jeder Schüler hält einen Pappbecher mit Wasser in der Hand, außen ist ein Stück schwarzes Klebeband angeheftet.

Der Lehrer fordert die Schüler auf, einen Schluck aus ihrem Becher zu nehmen, damit zu gurgeln und das Wasser dann zurückzuspucken. Anschließend gießen alle Kinder von ihrem Becher ein wenig in den Becher jedes ihrer Klassenkameraden – nur das Pärchen, das abseits steht, bekommt nichts ab. Ihr Wasser ist rein, in den Bechern aller anderen schwimmt nun eine Brühe mit der Spucke aller.

Nun sollen die Schüler die schwarzen Klebebänder von ihren Bechern ziehen: „Syphilis“, „Chlamydien“, „HI-Virus“, „Feigwarzen“ steht darunter. Nur das abseits stehende Pärchen – die Enthaltsamen – bekommen eine gute Nachricht: „Glück gehabt, keine Krankheit“. „Dadurch, dass ihr euer Wasser oder euren Körper mit so vielen teilt, geht ihr all diese Risiken ein.“ Mit diesen Worten sollte der Pädagoge den Unterricht abschließen. So sieht es der Lehrplan des Erziehungsprogramms „Creating Positive Relationships“ vor, den zwei Sexualwissenschaftlerinnen im Auftrag des staatlichen Sexuality Information and Education Council analysierten.

Abschreckung statt Aufklärung lautet also die pädagogische Devise, die in 43 Bundesstaaten der USA angewandt wird. Viel bringen tuts allerdings nicht, wie die Statistik beweist. Die USA liegen, was Teenagerschwangerschaften angeht, allen anderen Industrienationen weit voraus.

Im Jahr 2006 kamen hier laut offizieller Statistik auf 1000 Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren 41,9 Geburten, mehr als 80 Prozent dieser Schwangerschaften waren ungeplant. In Deutschland waren es nur 10,7 Geburten, in Kanada 13,4.

Statt auf Sex zu verzichten, wird er eben falsch, nämlich unvorbereitet, unaufgeklärt und mit Halbwahrheiten gespickt praktiziert. Welche fatalen Folgen dies haben kann, liegt auf der Hand. HIV stellt die Probleme einer ungewollten Schwangerschaft weit in den Schatten. Aber auch andere Geschlechtskrankheiten dürfen nicht unterschätzt werden. Weiterlesen »

Republikanischer Kindersegen

Bristol Palin, die 17-jährige Tochter der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, ist schwanger. Diese Nachricht überschattet den republikanischen Parteitag in St. Paul und sorgt für viel Gesprächsstoff in- und außerhalb der USA.

Sarah Palin, Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner

Sarah Palin, Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner

Über Sarah Palin, welche erst 44 Jahre alt und Gouverneurin von Alaska ist, war bisher nicht so viel bekannt. In den USA munkelt man, sie wurde als Kandidatin genommen, um enttäuschte Clinton-Anhänger zu ködern. Doch auch in den erzkonservativen Kreisen der Republikaner, sollte sie Punkten.
Sarah Palin steht nämlich für konservative Familienwerte, sie ist gegen Abtreibung, gegen Sexualkunde in Schulen, für Kreationismus. Und sie ist natürlich auch gegen vorehelichen Sex.

Dass die Nachricht ihrer 17-jährigen, unverheirateten und dennoch schwangeren Tochter somit in beiden politischen Lagern für Aufsehen sorgt, ist klar. Während die Schwangerschaft zunächst vertuscht werden sollte, outen sich Sarah Palin und ihr Mann nun als „stolze Großeltern“ und verkünden, dass Bristol das Kind austragen und den Vater heiraten wird.

Hätte Bristol denn überhaupt eine andere Wahl gehabt?

Our beautiful daughter Bristol came to us with news that as parents we knew would make her grow up faster than we had ever planned. As Bristol faces the responsibilities of adulthood, she knows she has our unconditional love and support. Weiterlesen »

Warum Frauen in der Forschung wirklich wichtig sind

Frauen in der Forschung wurden lange Jahre gewaltig unterschätzt. Doch nun hat eine amerikanische Wissenschaftlerin der Welt gezeigt, weshalb Frauen in der Forschung wirklich wichtig sind. Warum es allen Erdenbürgern so viel besser ergeht, wenn Frauen sich in die Wissenschaft stürzen. Herr je, was hätte denn nicht alles schon erfolgen können, wenn wir uns dieser Tatsache nicht schon früher bewusst geworden wären? Die Menschheit hätte wohlmöglich einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Doch lieber spät als nie. Seht her, was Forschung aus weiblicher Hand nicht für einen riesen Vorteil birgt:

Falls das Video hier nicht laden will:

Cosmopolitan Study

Ich denke, alle werden davon überzeugt sein, wie wunderbar nützlich Frauen in der Forschung sein können, und wie viel Nutzen Männer und Frauen, aus dieser Forschung ziehen können. Leuchtende Augen könnte manch einer bekommen, im Gedanken daran, was noch so alles in Sachen männlicher Sexualität erforscht werden könnte. Wie man allerdings auf die Idee kommen kann, weibliche Sexualität zu erforschen, also da kann ich die Reaktion der Moderatorin durchaus nachvollziehen, das geht ja mal garnicht. Was sich ihr Kollege denn da für einen Scherz erlaubt hat. Ich bitte Euch…

Auch ich hab Sinn für Humor

Und das möchte ich Euch beweisen. Hört selbst.

Falls das Video nicht läd:

Agathe Bauer

Und wer noch nicht genug hat, von lustigen Verhörern, der höre doch hier weiter:

Falls es nicht laden will:

Agathe Bauer 2008

:D

Sexueller Missbrauch im US-Militär

Helen Benedict ist Professorin für Journalismus an der Columbia University und beschäftigte sich ausgiebig mit der Frage, weshalb beim US-Militär sexuelle Übergriffe weiblichen Soldaten gegenüber, so häufig sind.

A 2004 study of veterans from Vietnam and all wars since, conducted by psychotherapist Maureen Murdoch and published in the journal Military Medicine, found that 71 percent of the women said they were sexually assaulted or raped while serving.

Hierbei geht die Autorin auf viele Aspekte ein, die zur Ausübung einer solchen Tat führen. Zum einen die misogyne Grundhaltung des Militärs, welche sich in gebräuchlichen Bezeichnungen, Redewendungen in der Ausbildung und in Sprechchoren widerspiegelt. Zum anderen spielt auch das soziale Millieu, aus dem ein Soldat stammt oft eine Rolle, da das Militär häufig als Ausweg aus der Armut und Unterschicht gesehen wird.

“There are only three things the guys let you be if you’re a girl in the military: a bitch, a ho or a dyke. One guy told me he thinks the military sends women over to give the guys eye candy to keep them sane. He told me in Vietnam they had prostitutes, but they don’t have those in Iraq, so they have women soldiers instead.”

Überlegungen dazu, wie man die sexuelle Gewalt und Misogynie bekämpfen kann, gibt die Autorin auch an. Während ich es für fraglich finde, ob ein stärker kontrolliertes Verbot von Pornographie beim Militär wirklich die Lösung ist, wo Pornographie an sich  schon verboten ist, sind andere Vorschläge garnicht schlecht.

• Teach officers and enlistees that rape is torture and a war crime.

• Expel men from the military who attack their female comrades.

• Prohibit the use of sexist language by drill instructors.

• Educate officers to insist that women be treated with respect.

• Train military counselors to help male and female soldiers not only with war trauma, but also with childhood abuse and sexual assault.

Den gesamten Artikel gibt es hier: Why Soldiers rape?

We are Animals?

Heute bin ich in den weiten des World Wide Webs doch mal wieder über etwas kontroverses gestoßen. Die Jeansmarke Wrangler hat sich nämlich eine neue Werbekampagne einfallen lassen, deren Sinn sich weder mir, noch anderen BetrachterInnen wirklich offenbart. Doch wohlmöglich sind meine Blogleser ja so gescheit, dass sie doch noch eine Pointe erhaschen?

Zum Einstieg vielleicht mal die Plakatwerbung:

Das wäre also das erste Bild. Was man sieht sind die unteren Extremitäten einer Frau, welche in einer nassen, etwas in Mitleidenschaft gezogenen Jeans auf einem Grünstreifen neben einer aspaltierten Straße liegt. Es scheint geregnet zu haben, zumindest ist nicht nur die Frau nass, sondern auch die Straße.

Das Schwarze um die Hose herum sind wohl vermoderte Blätter, sie scheinen nicht vom Ort, andem diese Beine in Jeans liegen, zu kommen, woraus sich schließen lässt, dass sie mit den Beinen in der Jeans dort hin gebracht wurden.

Das Einzige bischen Haut, dass sich erhaschen lässt, sind die Füße der Frau, welche blaß und teilnahmslos vom Grünstreifen hängen. Die Pose der Beine wirkt auch entspannt, das rechte Bein ist leicht angewinkelt, wie wenn man schläft oder sonstwie sich gehen lässt. Offensichtlich liegt der Körper auf dem Bauch. Weiterlesen »

Update

Es hat sich einiges getan in meinem Leben. Es verläuft zwar nicht gerade in schnellen Bahnen, seit vier Monaten schleppen sich die Ereignisse ja eigentlich nur so da hin. Und dennoch ergeben sich immer wieder neue, zukunftsweisende Ereignisse. ;)

So erhielt ich beispielsweise, nachdem ich mich ende Juni mal auf einen Platz an der Uni in Köln und Bochum beworben habe, die Zusage für den 1-Fach Bachelor Sozialwissenschaften an beiden Unis. Die Entscheidung hatte ich allerdings ohnehin schon gefasst. Mich zieht es mal raus aus Köln, rein in die Welt. Zumindest ein wenig vor die Haustüre. Kann ja nicht angehen, dass ich mein vertrautes Umfeld nie verlasse. Anderes Umfeld, andere Kultur, die mir das Ruhrgebiet bestimmt bieten wird, dient nur der Horizonterweiterung. Finde ich erstrebenswert.

Ja, und so werde ich mich endlich einmal, wenn die Krankenkasse endlich ihre Bescheinigung geschickt hat, bei der Uni online immatrikulieren um dann auch wirklich im Oktober einen Studienplatz zu haben. Spannend, wie das Leben so weiter geht.

Interessant fand ich es auch, zu sehen, wie sich der NC in Sowi zwischen letztem und diesem Jahr geändert hat. Während er letztes Jahr auf 3,1 lag, liegt er dieses Jahr bei 2,2. Desto glücklicher bin ich darüber, doch eine 1,9 geschafft zu haben. Polster zu haben, ist nicht schlecht. Jedenfalls ist ein Anstieg um 0,9 Punkte doch eine Menge.

Eure Viktoria

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