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Eine haarige Angelegenheit März 2, 2008

Posted by Viktoria in Frau über Frauen, Mad World, Oversexed!.
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Wie die Mode unser Leben diktiert

Steril. Steril ist alles geworden, was uns täglich umgibt. In einigen Branchen hat das durchaus einen Sinn. So würde ich auf das Gesundheitsamt ungerne verzichten, welches überprüft, ob im Supermarkt oder Imbiss um die Ecke auch wirklich alles sauber zugeht. Ebenfalls im Tattoostudio, beim Frauenarzt oder im Schwimmbad ist Sterilität ein Muss.

Doch sind nicht mehr nur die Orte, die unsere Gesundheit beeinträchtigen können, steril. Auch die Werbung - ob print oder digital - ist steril. Naja, nicht nur die Werbung, eigentlich alles, was wir via Fernseher, Internet oder Zeitschriften einsehen können, ist frei jeglicher Makel. Und frei jeglicher Haare.

Nirgends ist auch nur ein Haar zu sehen, wenn man von Haupthaar, Wimpern und Augenbrauen absieht. Makellose Frauen und auch makellose Männer strahlen uns mit ihrem Zahnpastalächeln entgegen. Laden uns ein, Teil zu sein, dieser perfekten Welt, in der nichts dem Zufall überlassen ist, wir die Gärtner unseres Körpers werden, sei es jetzt betreffend der Körperbehaarung, der Cellulitis oder unserer unperfekten Nase. Alles ist möglich, alles kann modifiziert werden. Was unsere Eltern, was die Natur verbockte, kann der Gott der plastischen Chirurgie wieder richten. Oh, schöne neue Welt, wie nah Du uns doch gekommen bist!

Doch zurück zu den Haaren: schon längst muss frau sich die Beine rasieren. Auch die Achselhaare treffen den Nerv der Zeit schon lange nicht mehr. Ich erinnere mich noch an eine Zeit, Anfang der 90ger, als es Gang und Gebe war, unrasiert und ohne Ärmel umher zu laufen. Ja, ich erinnere mich noch gut an meine Kindergärtnerin, die eine ausgesprochene Verfächterin dieser Mode war. Doch nicht nur sie. Ich glaube das “modische Bewusstsein” der Deutschen hat allgemein eine lange, lange Zeit für Gelächter gesorgt. Ich werfe nur den Begriff “Birkenstock” in den Raum.

Das Problem, welches ich hierbei einfach sehe ist, dass es nicht mehr nur um den persönlichen Geschmack geht, darum, was man selbst für sich als ästhetisch empfindet und was nicht. Die große Frage ist, was man der Gesellschaft zumuten kann. Angefangen bei dicken Menschen. Ob die sich wohl fühlen oder nicht, interessiert kein Schwein. Fakt ist, dass wir eingetrichtert bekommen, nur schlanke Menschen seien attraktiv oder auch nur tolerabel. Durch dicke Menschen fühlt man sich in seinem “guten Geschmack” gedemütigt. Um nicht Gefahr zu laufen, andere könnten einen für abartig halten, äußert man sich ebenfalls abfällig gegenüber den etwas kräftigeren.

Zu ähnlicher Stigmatisierung kommt es bei behaarten Frauen. Das sei ungepflegt, unhygienisch, unästhetisch - im Großen und Ganzen also zum Kotzen. Besonders eben im Jugendalter ist Diskriminierung aufgrund dieser Lapalie alles andere als ungewöhnlich.

Auffällig kommt in letzter Zeit allerdings auch noch die Intimrasur dazu. Diese ist noch garnicht so lange Gesellschaftstauglich. Zwar ging der Trent schon länger richtung weniger, doch zumindest im “Playboy” findet sich das erste Mate, welches vollkommen kahl ist, erst 2001. Und bis es dann vom “Playboy” aus die Schlafzimmer erobert, das kann noch ein paar Monate gedauert haben.

Eine Privatangelegenheit ist dieses Thema, wie man eigentlich meinen könnte, jedoch nicht (mehr). Ich spreche aus eigener Erfahrung, wie bei uns in der Schule unter den Mädchen im Sportunterricht die Intimrasur thematisiert wird - wie darüber gesprochen wird, wenn man es nicht tut. Gruppenzwang ist daher keine Seltenheit. Und ich kann es ganz, ganz ehrlich niemandem verübeln, der sich diesem Trend aus Angst anschließt. Denn einen Ruf als haariges Monster, möchte wohl keiner haben. Und seine Seele zu schützen kann in manchen Augenblicken mehr wert sein, als sich märtyrergleich dem Kreuzfeuer hinzugeben.

Jeder, der kahle Körper bevorzugt, sollte einmal überdenken, warum er dies tut. Seit wann er dies tut. Denn das Argument “das sieht doch dann aus, wie bei einem Kind!” ist immer seltener geworden. Und Menschen, die früher so dachten, sind heute ganz anders drauf. Macht Rasieren etwa Spaß? Oder Wachsen? Oder Epilieren? Ist das etwa preiswert? Ich will nicht wissen, wie Wilkinson, Gilette, etc. sich eine goldene Nase verdienen, weil wir die “Göttin in uns” entdecken oder Männer ein völlig neues Körpergefühl verspühren.

Die Männer darf man in dieser Debatte natürlich nicht außen vor lassen. Es gibt ja kaum ein lächerlicheres Argument, als dass Körperbehaarung bei der Frau nicht weiblich sei! Ich weiß ja nie, ob ich lachen, oder weinen soll, wenn ich dieses Argument höre. Einerseits ist es ja wirklich so, dass Frauen einen geringeren Haarwuchs haben, als Männer. Zumindest einige Regionen des Körpers sind von Frauen fast garnicht behaart, wie der Bauch und die Brust z.B. Beim Rest jedoch haben auch Frauen mehr oder minder ausgeprägten Wuchs. Fakt ist nur, dass wir das ab der Pubertät unterbinden. Wahrscheinlich rührt diese Mähr daher. Viele Männer haben wahrscheinlich noch nie eine Frau unter normalen Zuständen gesehen. Die meisten möchten auf diese Erfahrung vielleicht auch verzichten.

Ich jedenfalls finde es mehr als traurig, dass so viele Menschen beider Geschlechter händeringend Gleichberechtigung fordern, auf diesem Gebiet jedoch bereitwillig alten Klischees und Moden nachgehen und diejenigen stigmatisieren, die dies nicht tun.

Mal ganz ehrlich, Mädels: Würdet Ihr Euch die Mühe der Enthaarung machen, wenn es keine Männer gäbe? Gehört Ihr auch zu den Wesen, die das Rasieren schleifen lassen, wenn Winter ist, weil es da sowieso keiner sieht? Ich für meinen Teil würde auf die erste Frage mit nein und auf die zweite mit ja antworten.

- Eure Viktoria

Kommentare»

1. Mirja - März 2, 2008

Hm, das ist ja ein Thema.
Ich gehöre ja zu den Leuten, die Intimrasur als selbstverständlich ansehen. Ein Zitat eines Freundes zu dem Thema: “Wir leben doch im 21. Jahrhundert.” ;)
Ich finde, dass es sowohl Männer als auch Frauensache ist, dafür zu sorgen, dass der Partner kein haariges Knäul anstelle des Geschlechtsorgans vorfindet. ;)
Aber gerade bei Frauen ist die Intimrasur ja noch wichtiger. Ich persönlich bin ja beiden Geschlechtern nicht abgeneigt, würde aber Schamhaare bei einem Mann noch tolerieren, aber bei einer Frau nicht. Das liegt nicht an meinem Frauenbild, sondern an der Tatsache, das bei einer Frau die wichtigsten Stellen mit Haaren bedeckt sind. Und das könnte den Oralsex vielleicht etwas “haarig” gestalten. ;)
Wenn ich in der Situation wäre, dass eine Frau schambehaart ist, so würde ich vollkommen die Lust verlieren. *brrr*
Aber das ist wahrscheinlich mehr, als die meisten hier wissen wollen. ;)

2. Viktoria - März 2, 2008

Hallo Mirja!

Naja, gegen Teilrasur habe ich ja nichts, also wenn man “untenrum” die Haare entfernt. Dann sind die Schamlippen haarfrei, der Venushügel allerdings nicht. Das finde ich persönlich ästhetisch.

Ja, ich weiß ja, wie Du und Dein Schatz und auch noch viele andere, die ich kenne zu dem Thema stehen. ;) Es hat da ja auch jeder ein gutes Recht drauf. Allerdings finde ich, dass haarige Vorlieben immer mehr auch auf andere Bereiche übergreifen. Es ist einfach irgendwie keine Privatsache mehr, sondern wird ständig thematisiert. So wie auch hier. *g*

Nur gehen eben viele Kommentare gegenüber unbehaarten Menschen weit unter die Gürtellinie, wie ich finde. Auch wenn wir im 21. Jahrhundert leben, wie Du schreibst, besteht der Haarwuchs immernoch. Gut, vielleicht sind unsere Körper ein wenig antiquiert, aber dennoch sollte es nicht zu so einem gesellschaftliche Zwang werden. Warum lassen Männer sich nicht die Brustwarzen amputieren? Die haben auch keine Funktion. Genau so wenig wie das Ohrläppchen.

Deine Viktoria

3. Henna - März 3, 2008

Ohja, das hast du sehr gut geschrieben. Intimbehaarung hat noch niemandem geschadet! :D Schaden tut es der/dem Einzelnen nur durch die allumfassende Diskriminierung von außen. Oralsex bei Männlein und Weiblein ist daran auch noch nie gescheitert. Das 21. Jahrhundert ist eine ziemlich schizophrene Zeit, wenn Körperbehaarung plötzlich besonders im Falle der Frau einen ‘Unnatürlich’/eklig-Stempel aufgedrückt bekommt.
Beim Mann ist das sehr zweispältig. Einerseits stimmt alles, was du dazugesagt hast. Andererseits: Wenn null Körperbehaarung als weiblich gilt, dann könnte mensch sich glatt zu der Aussage hinreißen lassen, dass ein rasierter Mann (ohne sixpack) im Moment noch Gender dekonstruiert. Allerdings auf der Grundlage, dass Komplettrasur eben “weiblich” ist. Und wir sind leider auf dem besten Weg, dass Kahlschlag männlich wird. Auf der anderen Seite sind Diskriminierungen gegenüber die Scheiss-Schwuchteln, die sich rasieren, nicht minder widerlich.

Das Henna

4. Viktoria - März 3, 2008

Hallo Henna!

Ich danke Dir sehr für Deine positive Rückmeldung! :) Ja, Du hast recht, früher wurde bestimmt auch Oralsex praktiziert. Ich denke zumindest nicht, dass das erst mit der Rasur Einzug ins Liebesleben erhielt.

Im Grunde sollte es einfach jeder so halten, wie er es möchte. Jedoch sollten ebenso auch andere Sichtweisen, bzw. “Frisuren” akzeptiert werden. Dies ist in meinen Augen allerdings nicht der Fall. Es läuft häufig auf Diskriminierung aus. Und die sterile Haarlosigkeit ist Standard und Normalität.

Wenn man nun sexuelle Vorteile, die ich gerne gelten lasse, außen vor lässt, so finde ich persönlich mehr oder minder naturbelassene weibliche Körper ästhetischer.

Körperbehaarung ist etwas sehr individuelles. Nicht jeder Mensch hat die gleiche Haarstruktur oder die gleiche Farbe. Genau so variiert auch die Menge und die Form des Wuchses. Das finde ich interessant und daher finde ich es persönlicher und eben nicht so austauschbar, wenn eine Frau behaart ist.

Eure Viktoria

5. Candra - März 4, 2008

Hey Vicky!

Sehr schön geschrieben! :)
Ich verstehe auch nicht wie etwas natürliches ekelhaft oder gar hässlich sein kann. Ich meine: Hallo? So schaut der Mensch nun einmal aus. Und wer deswegen auf Oralsex verzichtet, der ist eben selber Schuld :P
Man bekommt in der Werbung eben vorgeschrieben was schön ist und was nicht - in Sendungen über “Modefehler” (oder wie auch immer), wird gezeigt wie Stars Ende der 90er noch mit Achselbehaarung auf dem roten Teppich liefen und hört Kommentare alá “Also wirklich, was sich Dame XY hier erlaubt ist unter aller Sau - wer lief denn damals noch mit Achselhaaren durch die Gegend? Ein ‘nogo’ für XY”… *seufz*

Klar - ich rasiere mir auch die Achseln und finde es schöner, aber wie eben gesagt: Natürlichkeit ist dennoch nichts ekelhaftes und man sollte den Menschen auch nicht auf seine Körperbehaarung reduzieren. Wo kämen wir denn sonst hin? ;)

Grüßles

- Candra -

6. andy - März 31, 2008

aus rein subjektiver und männlicher sicht kann ich dazu nur eines sagen: dieser einheits-BARBIE-look ist nicht mehr zum aushalten.
frauen, die aalglatt sind wie schaufensterpuppen. gleichförmig. jedes genital so verwechselbar wie ein hühner.ei.
der reiz der individualität geht verloren und damit eine wichtige erotische komponente, die durch das orale argument auch nicht widerlegt werden kann…
nur meine meinung

7. Viktoria - März 31, 2008

Hallo Andy!

Schön, auch von Dir die Meinung zu diesem Thema zu lesen. :)

Ich sehe dies ernsthaft als eine große Bereicherung an, weil Deine Haltung einfach nicht mehr selbstverständlich ist. Nicht in den Kreisen, in denen ich verkehre. Weder unter meinen Mitschülern, noch in der Schwarzen Szene, derer ich mich zugehörig fühle.

Wenn ich mir auch mal die Tags anschaue, die gewählt werden um meinen Blog aufzurufen, so ist es auch meistens der Tag “Intimrasur”. Tja, die Leute werden hier keine Tips finden. ;) Aber das zeigt mir auch, wie zentral dieses Thema geworden ist.

Naja, auch Deine Meinung als Mann finde ich sehr beruhigend. Dass man sich da als Frau vielleicht doch nicht zu zwingen muss, um dem Partner zu gefallen. Das gibt doch irgendwo Hoffnung. :D

Das mit der Individualität sehe ich auch so. Ganz genau. Jeder Mensch ist da unten halt ein wenig anders. Das kann man zwar hier und da was stutzen, ein wenig weg machen, man braucht es prinzipiell aber nicht.
Doch der ganze Hygienefimmel ist zur Zeit ultramodern. Das ist schon garnicht mehr lustig, finde ich. Warum man sich zwei mal am Tag, nein sogar jeden Tag duschen MUSS, obwohl man nicht geschwitzt hat und nicht stinkt, oder aus medizinischen Grüden so handeln muss, geht mir nicht in die Birne rein. Doch hat das alles irgendwie was miteinander zu tun.

Deine Viktoria

8. andy - April 1, 2008

hi viktoria.
danke für deine replik.
auch wenn meine these gewagt ist: so wie jetzt der barbie.stil en vogue zu sein scheint, wird auch hairy wieder kommen.
ich bin 40 und hatte die zeit erlebt, als rasur noch seltenheitswert hatte.
damals (so mit 20) hatte ich (angesichts haariger übermacht) durchaus spass daran, einmal eine wenig oder gar nicht behaarte frau lieben zu dürfen.
aber es gab eine vielfalt an reizen.
dreieck, getrimmt, wildwuchs, verschiedene farben..
die jetzige gleichmacherei reduziert das genital auf einen optischen nullmeridian. auf ein urmeter der haarlosen norm.
und ganz rüde formuliert. es sieht bei vielen frauen (vor allem dunkelhaarigen) auch beschissen aus, wenn unter der gürtellinie ein blitzblanke kahler und oft pickeliger körperabschnitt zu sehen ist, der mit erotischem reiz soviel gemein hat, wie ein gerupftes huhn.
so sieht es leider oft auch aus.
dabei gäbe es vielerlei möglichkeiten der “freien gestaltung”…
siehe oben.
wildwuchs, dreieck, streifen, seitlich ausrasiert, üppig oder kurz, kräuselnd oder kurz getrimmt…..
und eines noch:
ich stehe (zumindest in meinem freundeskreis) mit meiner meinung nicht allein da.
das besondere ist immer etwas anders.
es ist wie bei weihnachten:
früher gab es eine gewisse prickelnde vorfreude darauf, wie frau unter der gürtellinie aussieht.
heute ist es leider fast schon standard, das “übliche” präsentiert zu bekommen.
glatten einheitsbrei.
bitte mehr mut zu ecken und kanten, charisma, individualität und persönlichkeitsentfaltung abseits vom modischen diktat.
luv
andy

9. Viktoria - April 1, 2008

Hallo Andy!

Tja, mir bleibt zu Deine Worten eigentlich nichts mehr zu sagen. Nur, dass es eben schwer ist, sich diesem “Einheitsbrei” zu entledigen, sich dagegen zu stellen. Wäre ich in der Not, dass ich mich auf einen neuen Mann einließe, so würde ich mich ersteinmal rasieren, denn ich möchte gefallen und gehe im ersten Moment davon aus, dass der Mann eben auch darauf steht. Ich stelle mir kaum was schlimmeres vor, als sich das erste Mal nackt zu präsentieren und dann den Partner abzuturnen.
Andererseits kann man sowas bestimmt auch vorher absprechen. Wenn man sich Zeit lässt, kann man ja auch vorher horchen, wie mans so mag. ;)

Ich jedenfalls würde mir mehr Männer wünschen, die es so aussprechen wie Du! :) Vielleicht kommt dann die Schambehaarung auch wieder aus der grusel-ekel-pervers Abteilung hinein ins Leben. Ich fänds nicht schlecht.

deine Viktoria

10. Fetzenweib - April 1, 2008

Wo ich nochmal einhaken möchte - weibliche und männliche Behaarung hat nicht immer spezifische Eigenschaften. Es gibt ebenso Frauen die an Bauch und Brust behaart sind. Es gibt nicht zuletzt ja auch den “Damen”bart, der sich bei vielen Frauen auch nicht anders zeigt als bei Männern.
Die Welt der Haare ist eben seeehr bunt und das ist meiner Meinung nach ja auch gut so :-)

Die Intimrasur ist, wie es der Name schon sagt, intim. Ich persönlich versteh überhaupt nicht warum das alles überhaupt in Schulen, auf der Arbeit, in der Uni etc. zum Thema gemacht wird. Meine Mitbewohnerin erzählt mir von ihrer Intimrasur. In erster Linie interessiert mich das überhaupt nicht, aber eigentlich ist es objektiv gesehen interessant. Ich stelle mir dann erst Recht so manche Fragen.

Wieso steht die Rasur so oft mit dem Partner in Verbindung? Liebt man sich nur, wenn keine Haare vorhanden sind? Macht man Sex und Liebe allein von Behaarung abhängig? Kann es wirklich so armselig und kleinkarriert in Deutschlands Wohlstandsbetten zugehen?

Ist es so, dass der Intimbereich dem Trend im Wohlstand entspricht: Weniger, dünner, garnichts? Während der Trend in Hungerzeiten so aussieht: Mehr, dicker, alles? Aber so schwarz-weiß möchte ich es garnicht darstellen.

Übrigends sind das gute Argumente von dir, Viktoria - nämlich das Rasieren nicht gerade ein Akt des Spaßes ist. Auch hier erzählt mir meine Mitbewohnerin die scheuslichsten Dinge, die ihr schonmal passiert sind. Pickel an der Möse waren da noch das harmloseste. Klar - es muss ja nicht immer so ausgehen… aber isses das überhaupt wert?

Danke für diese interessanten Beiträge :-)

11. andy - April 2, 2008

@viktoria.
ich denke, du überschätzt die männer, obwohl ich natürlich kein general-urteil über gedankengänge abgeben kann.
aber ich glaube kaum, dass allein die tatsache des vorhandenseins von schambehaarung einen mann in die flucht schlägt oder gar so sehr abturnt.

nimmt einmal den umkehrschluss: ein neuer steht nicht so sehr auf ein blankes geschlechtsteil.

so what.
im fall eins: haarlos.verfechter ist die sache in wenigen minuten erledigt.
im fall zwei dauert es einige wochen….

also… es gibt nie 100%prozent sicherheit im leben.
aber es gibt mit sicherheit viele männer, die keine staatsaffäre daraus machen, wenn frau nicht mainstream.glatt ist.

es gibt ja in abgeschwächter form auch schon die debatte in bezug auf männer und beschneidung.
angeblich findet es ein großteil der frauen, besser, schöner, hygienischer, ästhetischer wenn sich der penis ohne mütze präsentiert.
so what?
fragst du einen mann vorher, ob oder wie oder was…..
und würdest du dich abgetörnt abwenden, wenn die realität nicht deinem wunsch entspricht?
wohl kaum.
stay cool and be as you are
andy

12. andy - April 23, 2008

ein kurzer nachtrag von mir.
der aus meiner sicht beknackte trend der sterilen “einheitsbarbie.pussy” kommt ja aus den usa.

jetzt gibt es dort folgende entwicklung

http://jezebel.com/gossip/tress-trends/is-pubic-hair-making-a-comeback-299639.php

ich denke, die zeiten könnten wieder abwechslungsreicher werden….

stay cool and good luck 4 abi
andy

13. Viktoria - April 29, 2008

Hallo Andy!

Ah, das sind gute Neuigkeiten. :)

Vielen Dank für die *Glück*wünsche - kann ich selbstverständlich immer brauchen - die mündliche Prüfung kommt ja erst noch! ;)

Deine Viktoria

14. Frederik - Juni 1, 2008

Ich finde daß ein rasierter Intimbereich bei einer Frau ganz schön unangenehm ist, wenn man als Mann oralen Sex macht. Die Stoppeln sind nämlich recht unangenehm im Gesicht. Eine buschige Vagina ist da wesentlich angenehmer auszuhalten!
Und gut, rasierte Beine sehen im Sommer ganz gut aus, aber mir ist der Rasierwahn der Damenwelt eindeutig zu viel.