Höschen adé?

Oversexed but underfucked!

ja, ich denke, diese Worte treffen sehr wohl den Tembre unserer Zeit, unserer kränkelnden Gesellschaft, welche zwischen Schlankheitswahn und Haarphobie auch noch neuste Modeausgeburten präsentiert, wie das „Arschdekoltée“ – heute erst bei „Taff“ gesehen (wieso schau ich mir dieses Unterschichtenfernsehen überhaupt an? Naja, nur so kann dieser Blog überleben! ;) )

Das „Arschdekoltée“:

Tiefe Ausschnitte sind ja längst nichts neues mehr. Die Titten plumpsen fast wie zufällig aus dem Oberteil – das macht Männer morgens munter, abends müde – und Frauen beschehrt dies zuweilen Selbstbewusstsein – oder einen Termin beim Schönheitsmetzger. Dieser sollte nicht nur um ein Paar Euros leichter machen, nein, schließlich sollte auch hier der anerkennende Blick das gelungene Resultat loben. Geil!

Das trendige Arschdekoltée erfordert nun allerdings nicht einen Push-up, ganz im Gegenteil: Das Höschen kann zuhause bleiben! Der Clou: Die Hose wird unterhalb des Hüftknochens getragen, so dass man sich vorne dank eines Blickes der gut rasierten Scham überzeugen kann und hinten die Arschritze (die ebenfalls rasiert sein sollte!!!) hervorlugt. Naja, wenn man mal vom „unten ohne“ absieht, kann ich an diesem Trend eigentlich nichts neues erkennen. Es überzeugt mich nur weiter in meiner Selbsteinschätzung, dass ich wohl zu prüde geraten bin. Oh je, ist das eine frustrierende Erkentniss…

Ob sich dieser Trend durchsetzt, bleibt abzuwarten. Ich finde es fraglich. Seit dem Dekoltée obenrum hab ich keinen Trend mehr mitgemacht. Ich bin einfach eine langweilige Gymnasiastin – neuerdings auch mit Brille – angehende Akademikerin – was will man da denn auch anderes erwarten.

Vielleicht hat das ganze dann ja auch wirtschaftliche Vorteile. Das „Arschgeweih“ würde sich neuer Beliebtheit erfreuen. Fettes Brot könnten ihren Song „Bettina, pack Deine Brüste ein!“ in „Bettina, pack Deinen Popo ein!“ umschreiben und neues Geld einbringen. Das wär doch was. Immer positiv denken.

In diesem Sinne,

- Eure Viktoria

3 Antworten

  1. *ggg* Wäre aber langweilig, wenn Fettes Brot den gleichen Namen verwenden würden ;) Schließlich haben sie ja auch nicht erneut Emanuela genommen… :D
    Aber ‘nen Song wäre es sicher wert ^^

    Hachja… die Mode und ihre schrecklichen Auswüchse… gut, dass man für diese Mode schlank sein muss, denn sonst schaut es wohl etwas lächerlich aus… heißt also „Du willst Arschdekoltée? Mussu abnehmen und sexy sein – am besten noch braun gebrannt“

    Yeah… I love it!

    - Candra -

  2. Hey

    mir gefällt dein Artikel, vor allem die Einführung ist für viele Realität und wenn nicht gibts immer noch den doofen von neben an mit den schiefen Zähnen. (Und nein das sind nicht die weisen Worte der Selbsterkenntnis ;-) )
    Ich bin zwar n Typ, aber eins weiß ich, Klasse einer Frau kann nicht aus dem Dekoltée heraus fallen.

    lg

  3. Es überzeugt mich nur weiter in meiner Selbsteinschätzung, dass ich wohl zu prüde geraten bin.

    Ich denke nicht das die Mademoiselle dem beipflichten würde.

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