Sexueller Missbrauch im US-Militär

Helen Benedict ist Professorin für Journalismus an der Columbia University und beschäftigte sich ausgiebig mit der Frage, weshalb beim US-Militär sexuelle Übergriffe weiblichen Soldaten gegenüber, so häufig sind.

A 2004 study of veterans from Vietnam and all wars since, conducted by psychotherapist Maureen Murdoch and published in the journal Military Medicine, found that 71 percent of the women said they were sexually assaulted or raped while serving.

Hierbei geht die Autorin auf viele Aspekte ein, die zur Ausübung einer solchen Tat führen. Zum einen die misogyne Grundhaltung des Militärs, welche sich in gebräuchlichen Bezeichnungen, Redewendungen in der Ausbildung und in Sprechchoren widerspiegelt. Zum anderen spielt auch das soziale Millieu, aus dem ein Soldat stammt oft eine Rolle, da das Militär häufig als Ausweg aus der Armut und Unterschicht gesehen wird.

“There are only three things the guys let you be if you’re a girl in the military: a bitch, a ho or a dyke. One guy told me he thinks the military sends women over to give the guys eye candy to keep them sane. He told me in Vietnam they had prostitutes, but they don’t have those in Iraq, so they have women soldiers instead.”

Überlegungen dazu, wie man die sexuelle Gewalt und Misogynie bekämpfen kann, gibt die Autorin auch an. Während ich es für fraglich finde, ob ein stärker kontrolliertes Verbot von Pornographie beim Militär wirklich die Lösung ist, wo Pornographie an sich  schon verboten ist, sind andere Vorschläge garnicht schlecht.

• Teach officers and enlistees that rape is torture and a war crime.

• Expel men from the military who attack their female comrades.

• Prohibit the use of sexist language by drill instructors.

• Educate officers to insist that women be treated with respect.

• Train military counselors to help male and female soldiers not only with war trauma, but also with childhood abuse and sexual assault.

Den gesamten Artikel gibt es hier: Why Soldiers rape?

2 Antworten

  1. Wenn man mich fragt: Im Krieg kommt immer wieder das Böse im Menschen an die Oberfläche, so etwas kann man nicht vermeiden. Im Krieg gibt es auch nicht „die Bösen“ und „die Guten“, es gibt nur die einen und die anderen Bösen – und ganz selten mal ist eine Seite etwas weniger böse, etwa im WK2 diejenigen, die gegen die Deutschen kämpften.

  2. aber die sache ist ja die, dass sowas nicht nur im krieg passiert, sondern weibliche soldaten auch während der ausbildung, in der kaserne in ihrem heimatland vergewaltigt oder zumindest belästigt werden. das ist ein schweres problem.

Eine Antwort schreiben